Nikolaus Samstl

Nikolaus Samstl

* 14.06.1923
† 30.04.2007 in Haagerbauern
Erstellt von OVB Heimatzeitungen

2.190 Besuche

WERDEN SIE INHABER DIESER GEDENKSEITE UND VERWALTEN SIE DIESE.

Neueste Einträge (2)

Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau

21.05.2007 um 21:23 Uhr
Unter großer Anteilnahme wurde der im Alter von 83 Jahren, nach kurzer schwerer Krankheit verstorbene Nikolaus Samstl, im Friedhof in Großhöhenrain beerdigt. Pfarrer Anton Schmid fand beim Requiem in der Pfarrkirche St. Michael, vom Kirchenchor und der Blaskapelle Höhenrain umrahmt, tröstende Worte für die Angehörigen. Er bezeichnete den Verstorbenen als einen beliebten Mitmenschen, dessen Lebensinhalt die Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof, sein Familie und die Musik war. Schon mit 13 Jahre erlernte er das Musizieren auf der "Ziach". Damit spielte der "Haagerbauern-Glos" wie der Verstorbene allgemein genannt wurde, bei zahlreichen Anlässen, unter anderem auch 20 Jahre lang bei den Plattlerproben der Höhenrainer Trachtlern auf. 50 Jahre lang war er als Tubabläser aktives Mitglied der Blaskapelle Höhenrain. Als Alleinunterhalter war Samstl zudem über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und begehrt. Mit seinem Gesang, gepaart mit viel Humor und Musikstückln auf seiner Ziach, erfreute und begeisterte er unzählige Menschen. Samstl wuchs mit vier Geschwistern auf dem elterlichen Hof beim "Haagerbauern" in Großhöhenrain auf, wo er auch die Volkschule besuchte. 1942 wurde Samstl zur Wehrmacht eingezogen und musste die letzten Jahre des Krieges als Soldat miterleben. 1953 schloss er mit Anna Rindele aus Kirchdorf den Bunde der Ehe, aus dem zwei Kinder hervorgingen, die nun mit ihren Familien, fünf Enkel und zwei Urenkel, um den Verstorbenen trauern. Einen schweren Schicksalsschlag musste der Verstorbene hinnehmen, als sein Frau Anna 1976 im Alter von 50 Jahren verstarb. Auch im Ruhestand legte er seine Hände nicht in den Schoß, sondern machte sich in Haus und Hof nützlich. Als letzten Gruß für Nikolaus Samstls langjährige Treue zur Blaskapelle Höhenrain legte Vorsitzender Alois Stacheter junior ein Blumengebinde am Grab nieder. Drei Böllersalven hallten zudem über dem Ort. (wü)

OBERBAYRISCHES VOLKSBLATT

vom 03.05.2007